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Gymnasium der Stadt Lage begrüßt Ministerin

Gymnasium der Stadt Lage begrüßt Ministerin Lobende Worte von Schulministerin Yvonne Gebauer für das Kollegium

Lage. Am vergangenen Freitag konnte Oberstudienrat Mi­chael Krügermeyer-Kalthoff die Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, Frau Yvonne Gebauer, am Gymnasium der Stadt Lage begrüßen.
Sein Dank ging an die FDP-Landtagsabgeordnete Martina Hannen, die sich sehr engagiert für diesen Besuch eingesetzt hatte.
„Wir sind das kleinste Gymnasium in Lippe, umso mehr freuen wir uns über Ihren Besuch”, so die einleitenden Worte von Krügermeyer Kalthoff an die Ministerin.
„Das Gymnasium in Lage verfüge über ein sehr engagiertes, fortschrittliches und mutiges  Kollegium. Dieses Kollegium hat sich vor gut sechs Jahren entschieden, den Schullalltag umzukrempeln um einige Dinge zu verbessern. Da waren zum einen die Fördermaßnahmen für die Schüler die sehr verwaltungsaufgeblasen waren und für unsere Begriffe kam kaum etwas dabei rum. Zum zweiten war der Unterricht sehr lehrerzentriert.
Da sind wir dann in Alsdorf auf das Dalton-Konzept gestoßen, haben es uns angeschaut und waren der Meinung, dass so etwas auch für Lage passen würde. Mittlerweile sind wir im sechsten Jahr nach der Einführung in einigen Klasssen und im vierten Jahr an der gesamten Schule”, so Krügermeyer-Kalthoff, und weiter: Die Vorteile der Schülerinnen und Schüler was die individuelle Förderung angeht liegen darin, dass wir jetzt jeden Tag 2 Stunden haben, an denen sie eigenständig arbeiten und an denen sie ihre Schwerpunkte setzen können. Beispiel: Wenn ein  Schüler Probleme in Englisch hat, in Mathe aber gut ist, dann kann er die Zeit die er in Mathe gewinnt in Englisch einsetzen um sich dort zu verbessern. Das ist die eine Sache, die andere  ist das kooperative Lernen, das eigenständige Lernen, was bei uns ab der Klasse fünf intensiv gelernt wird, und je höher sie kommen, umso mehr Eigenverantwortung müssen sie übernehmen. Ziel ist es: die Schüler sollen lernen, selbst ihr Lernen zu planen und zu erkennen, dass sie allein fürs Lernen verantwortlich sind”.
Besonders erfreut zeigt sich Krügermeyer-Kalthoff darüber, dass die Schüler und Schülerinnen das Konzept sehr schnell verstanden hätten und es sehr gut umzusetzen wüssten.
„Aber, so der Schulleiter weiter: So ein neues Konzept ist in einer kleinen Stadt wie Lage mit seinen bodenständigen Bürgern nicht so einfach rüber zu bringen. Momentan müssen wir sehr viel Überzeugungsarbeit leisten um klar zu machen, dass es ein sehr gutes Konzept ist, wo die Kinder nachhaltig für ihr späteres Berufsleben lernen.
Es wird hier mehr geleistet als an anderen Gymnasien. Aber, die Eltern kennen meist nur den Lehrer gelenkten Unterricht, und da ist es schwierig zu vermitteln, dass das eigenverantwortliche Lernen viel nachhaltiger ist als das, was die Schüler von ihren Lehrern immer wieder vorgetragen bekommen”.
„Wir wissen, dass wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, sind aber der Meinung, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden”, so Krügermeyer-Kalthoff abschließend.
Nun hatten die Schüler das Wort. Jonna Klocker (6b), Conrad Lücke (7a), Caroline Axt (Q2) und Leonard Schmidt (Q2) schilderten eindrucksvoll ihre Erfahrungen mit dem Dalton-Konzept und wie der Unterricht aussieht. Auch schilderten sie wie der organisatorische Ablauf von statten geht. Schnell spürte man welche Be­geis­terung von den Schülerinnen und Schülern ausging und welche Freude ihnen die Unterrichtsform bereitet. Caroline Axt: „Es ist ein sehr gutes Konzept. Es ist von Vorteil das man damit aufwächst sich selbst und sein Lernen zu organisieren. Im späteren Berufsleben würde schließlich auch verlangt dass man sich selbstständig organisiert”.
Auf Nachfrage der Ministerin ob das selbstständige Organisieren  von der Schule auch in den privaten Bereich überschwappt, kam ein klares Ja von den Schülern zurück.
Um aber  der Ministerin nicht nur einen therotischen Einblick in die Dalton-Unterrichtsmethode zu geben ging es anschließend auf einen Schulrundgang, bei dem einer Daltonstunde (Stunde des eigenständigen Lernens und Arbeitens) beigewohnt wurde.
Am Ende ihres Besuches in Lage wünschte sich Ministerin Yvonne Gebauer, dass am Lagenser Gymnasium das Unterrichtskonzept noch lange weitergeführt wird. Sie sehe es auch positiv, dass man sich in Lage auch immer wieder Gedanken zur Optimierung mache.
Desweiteren lobte Sie den Einsatz den das Kollegium bei der Integration junger Zuwanderer und der Inklusion leiste.