Fachtag vertieft Wissen zu postpartalen Depressionen

von Peter Thiele

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Lage. Rund 70 Fachkräfte aus verschiedenen Arbeitsfeldern nahmen kürzlich an einem Fachtag zum Thema postpartale Depressionen teil. Eingeladen waren interessierte pädagogische, psychologische und medizinische Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Arbeitskontexten und den jeweiligen Netzwerken der kommunalen Frühen Hilfen, um sich dem Thema zu widmen. Ziel der Veranstaltung war es, das Wissen über psychische Belastungen im Wochenbett zu vertiefen und den interdisziplinären Austausch zu stärken. Geplant und organisiert wurde der Fachtag von den Koordinierenden der Frühen Hilfen aus den Städten Bad Salzuflen, Detmold, Lage und Lemgo. Sie griffen damit einen Wunsch aus dem Netzwerk auf: Bereits im November 2024 hatte eine erste Veranstaltung zu diesem Thema stattgefunden. Aufgrund des großen Interesses und der Rückmeldungen der Teilnehmenden entstand die Idee, das Thema in einem weiteren Fachtag zu vertiefen. Als Referentin konnte die Expertin Silvia Nogens gewonnen werden. In ihrem Vortrag beleuchtete sie die Entwicklung und die Symptome einer postpartalen Depression, deren Ursachen sowie mögliche Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung und das Familiensystem. Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein frühzeitiges Erkennen von Belastungssignalen und eine gute Vernetzung der beteiligten Fachkräfte ist. Veranstaltungen wie dieser Fachtag leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Neben fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung auch Raum für Austausch und Diskussion. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen aus ihrer Praxis zu teilen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit innerhalb der Netzwerke Frühe Hilfen weiter auszubauen. „Der direkte Kontakt und die Zusammenarbeit der Teilnehmenden im World-Café waren eine tolle Methode um einen Handlungsleitfaden zu erarbeiten“, meldet eine Teilnehmende zurück. „Die große Resonanz zeigt, wie wichtig es ist, Fachkräften Raum für Austausch und fachliche Vertiefung zu geben“, betonen die Koordinierenden der Frühen Hilfen der vier Städte. „Gerade bei sensiblen Themen wie postpartalen Depressionen ist eine gute Vernetzung entscheidend, damit betroffene Familien frühzeitig passende Unterstützung erhalten“, ergänzt Nina Kunz, Koordinatorin der Stadt Lage.

Die Koordinatorinnen der Frühen Hilfen
Frühe Hilfen: Angebote für (werdende) Eltern mit Kindern von 0-3 Jahre
Stadt Bad Salzuflen: Jasmin Mertin | 05222-952453 | fruehehilfen@bad-salzuflen.de
Stadt Detmold: Ulrike Räker | 05231-977927 | u.raeker@detmold.de
Stadt Lage: Nina Kunz | 05232-601534 | n.kunz@lage.de
Stadt Lemgo: Sonja Hommers | 05261-213401 | s.hommers@lemgo.de
Kreis Lippe: Britta Grebe | 05231-624230 | b.grebe@kreis-lippe.de