Hochwasser- und Überflutungsschutz im Ortsteil Waddenhausen
von S Punkt Online
Mehrere Einzelmaßnahmen im Bereich der Altdorfer Straße werden umgesetzt
Lage. Die Arbeiten zum Hochwasser- und Überflutungsschutz in Lage-Waddenhausen im Bereich der Altdorfer Straße umfassen insgesamt zehn Einzelmaßnahmen. Bis Mitte 2027 sollen diese Maßnahmen fertiggestellt sein.
Den Start des Projekts bildeten zwei Maßnahmen des Abwasserbetriebes und eine Retention der Stadt Lage. Das Regenrückhaltebecken bzw. der Retentionsraum am Wienkampsweg/Altdorferstraße wurde gerade vergrößert und die Ableitung sowie das Drosselbauwerk angepasst. Zukünftig puffert das Becken zusätzliche 600 m³ Regenwasser bei außergewöhnlichen Ereignissen. Zum Einsatz kommt dabei eine speziell für die Stadt Lage entwickelte Großprofilrinne, wie bereits bei der Maßnahme des Hochwasserschutzes. Die Rinne wurde zwischenzeitlich durch ein Fachunternehmen gesetzt und auch die Arbeiten zur Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens sind mittlerweile beendet. Damit kann das Projekt zeitnah abgeschlossen werden.
In einem nächsten Schritt entsteht in der Waddenhauser Straße/Ecke Dürerstraße ein weiterer Retentionsraum, um das Wasser der Dürerstraße und Teile der Waddenhauser Straße bei Starkregen aufzunehmen. Der Retentionsraum erhält einen gedrosselten Ablauf und soll ca. 700 m³ Wasser und Schlamm aufnehmen können. Ein weiterer positiver Effekt für die Aufnahmen von Wasser stellt die Entsiegelung einer Fläche in einem angrenzenden Bereich dar, welcher zuvor als Lagerplatz genutzt wurde. In der Dürerstraße ist ein Notfließweg bis zum Becken vorgesehen. Um die Grundstücke zu schützen und das Wasser dem Retentionsraum zuzuführen werden im Herbst weitere Arbeiten in der Dürerstraße erfolgen.
Nach der Erntezeit beginnen die Arbeiten an der Waddenhauser Straße, um einen weiteren Retentionsraum, der in Kaskaden angelegt wird, zu schaffen. Mit seinem Becken mit einem Volumen bis zu 1.500 m³ handelt es sich um den größten Speicher für Regenwasser und Schlamm im Gesamtprojekt. Ein wichtiger Effekt dieses Beckens soll auch die Rückhaltung des Bodens von den Ackerflächen sein, um den dort angeschwemmten Boden später wieder zum Verfüllen von Erosionsrinnen auf die Felder zu bringen.
Der Abwasserbetrieb und die Stadt Lage danken allen Anwohner/innen und Betroffenen für die Geduld und das Vertrauen bei der Umsetzung der Maßnahmen und die Bereitschaft, Flächen für die Einzelmaßnahmen und Gewässeranpassungen bereitzustellen.
Weitere Beteiligte im Gesamtprojekt sind Strassen NRW mit der Anpassung eines Durchlasses in der B239 und die Deutsche Bahn mit dem Gewässerdurchlass im Bahndamm.
Für die dargestellten Maßnahmen stehen diesem Jahr 310.000,- € im Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebes sowie 260.000- € im städtischen Haushalt zur Verfügung.
In 2026 wird der Schwerpunkt der Maßnahmen im Bereich Sommerweg liegen.
Foto: Die Großprofilrinne im Bereich Altdorfer Straße/Wienkampsweg ist gesetzt